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Échos > 2017 > Vives protestations contre l'énergie éolienne

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DEUTSCHLAND

Erbach (Hesse) 15.01.2017

http://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/erbach/lautstarker-protest-gegen-windkraft_17609881.htm

Lautstarker Protest gegen Windkraft

Vives protestations contre l'énergie éolienne

Huge protestests against Wind Turbines

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Von Manfred Giebenhain

NEUJAHRSEMPFANG Demonstranten stören Veranstaltung der Odenwälder Grünen / Katrin Göring-Eckardt am Rednerpult

ERBACH - Das war kein Neujahrsempfang wie immer: Lautstarker Protest von Windkraftgegnern begleitete die Versammlung der Odenwälder Grünen am Sonntag in Erbach. Prominenter Gast der Veranstaltung war Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag.

Bevor die Spitzenkandidatin dieser Partei in dem mit mehr als 120 Personen voll besetzten kleinen Saal der Werner-Borchers-Halle ans Rednerpult treten konnte, musste die Versammlung erst einmal unterbrochen werden: Die lautstarke Begrüßung von rund 200 Windkraftgegnern draußen vor dem Gebäude vor Beginn der Veranstaltung sollte nicht alles gewesen sein.

Transparent versperrt
Sicht auf das Podium

Nach etlichen Grußworten war gerade Bundestagskandidat Frank Diefenbach (Michelstadt) dabei, seine Programmschwerpunkte der Grünen-Basis vorzustellen. Dies war eine halbe Stunde nach Versammlungsbeginn. Zunächst noch lautlos betraten etliche Demonstranten den Raum und verteilten sich mit ihren selbst beschrifteten Schildern und Transparenten entlang der Wände. Deutlich sichtbar machten sie ihrem Ärger über die kurz vor Jahresende genehmigten WKA-Standorte Stillfüssel und Kahlberg Luft.

Dann ertönten die ersten Zwischenrufe. Als die Protestierenden schließlich mit einem großen Transparent, auf dem "Wir trauern um unseren Odenwald" zu lesen war, die Sicht auf das Podium versperrten, riefen die Veranstalter die Polizei.

Der Aufforderung, den Saal zu verlassen, kamen die Windkraftgegner ohne Widerstand zu leisten nach. Einige deutliche Bemerkungen jedoch hinterließen sie dabei. So hatten die Demonstranten bereits vor der Versammlung in Sprechchören "Industrieparks gehören nicht in den Wald" und "Grüne Paten, ihr habt eure Wurzeln verraten" gerufen.

Organisiert und geleitet wurde die Kundgebung von der Initiative Vernunftkraft Odenwald, für die Peter Geisinger (Höchst) sich dem ECHO gegenüber zu erkennen gab. "Dass Windkraftgegner an der Versammlung teilnehmen dürfen, gehört dazu", merkte Göring-Eckardt dazu an. "Wir haben lang genug für das Demonstrationsrecht gekämpft", so Elisabeth Bühler-Kowarsch (Beerfelden), die die grüne Fraktion im Kreistag anführt und für ihre 30-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde. Gegen eine solche Störung aber müssten sich auch die Grünen wehren, stimmten weitere Versammlungsteilnehmer mit ihr überein.

Nach fast zwei Stunden fiel das Resümee des Neujahrsempfangs dennoch positiv aus. In ruhigen Worten zeichnete Katrin Göring-Eckardt eine deutliche Positionierung der Grünen-Politik vom Klimawandel bis zur Flüchtlingsfrage. Beides sei eng miteinander verknüpft, stellte sie unter Beifall fest. Monokulturen in den Händen von Monopolisten seien verantwortlich für Dürre-Regionen und Überschwemmungen.

"Ich habe das Gefühl, wir stehen an einer Zeitenwende", machte die Politikerin eine wachsende Polarisierung weltweit fest. Trump, Putin und Erdogan stellte sie den Wahlsieg des früheren Grünen-Politikers Alexander Van der Bellen zum Bundespräsidenten von Österreich entgegen. "Wir haben etwas zu verteidigen: dass diese Gesellschaft eine offene Gesellschaft bleibt", rief Göring-Eckardt dazu auf, mehr politischen Kampfeswillen zu zeigen und auf eine Regierungsbeteiligung in Berlin hinzuarbeiten.


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